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  • Lidija

Die Liebe und der Rollstuhl - Sex mit Handicap

Als Körperbehinderte Frau, weiß ich genau, wie schwer es ist, jemanden zu haben der einen trotz Beeinträchtigung liebt. In meiner Teenager Zeit war ich furchtbar verliebt, in den schönsten Jungen der Klasse. Als ich meinen ganzen Mut zusammengenommen habe und ihm gestanden habe, dass ich ihn liebe, hat er mich ausgelacht.

Da wurden mir die Augen geöffnet. Ein gesunder Mann sucht sich für gewöhnlich, eine attraktive Partnerin. Das ist nicht seine Schuld! Ich sage immer, das sind die Neandertaler-Gene, denn der Geruch einer Person verrät seinem Gegenüber, ob man gesunde oder ungesunde Nachfahren zeugen kann.



Für Menschen, die noch nie mit einem Partner zusammen Waren gibt es den Weg der Sexualbegleitung. Das hört sich jetzt komisch an, auch für mich, als ich meine Scheu abgelegt habe und mich damit befasst habe stellte sich heraus, dass es gewiss seine Notwendigkeit hat. In Österreich gibt es die "Libida Sexualbegleitung" ein eingetragenes Markenzeichen. Schließlich haben diese Begleiter eine spezielle Ausbildung. Und nicht jede Prostituierte kann mit einem Menschen im Rollstuhl etwas anfangen. Doch was machen diese Begleiter? Sie streicheln, berühren, massieren und geben dem Klienten das Gefühl begehrenswert zu sein.

Dies hat Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl und es ist gewiss ein Menschenrecht! Nur orale Zuwendungen, sind von diesen Dienstleistern nicht zu Erwarten.Leider ist diese Ausbildung in Wien seit Ende 2018 nicht mehr subventioniert und diese Sexualbegleiter unterstehen jetzt dem prostituierten Gesetz. Auf diesem Grund haben viele der Praktizierenden, aufgehört das weiterzumachen. Die Betroffenen, sind oft nicht in der Lage weitere finanzielle Aufwendungen für ihr Sexualleben auszugeben und müssen auf diese Leistung verzichten lernen.



Im Moment, sind ganze sechs ausgebildete Sexualbegleiter, in ganz Österreich tätig und die meisten davon sind in und um Graz ansässig. Ich habe ein bisschen in meinem Freundeskreis über dieses Thema diskutiert und habe zu Recherchezwecken mit Behinderten Paaren auf Facebook kommuniziert und gefragt was sie für Hilfe brauchen.

Die meiste Assistenz, die benötigt wird, liegt darin den Sexpartner aus dem Rollstuhl in das Bett zu platzieren. Das erledigt die persönliche Assistenz. Auch ich lebe mit persönliche Assistenz, das bedeutet, dass eine Person für mich arbeitet die alle Handgriffe, die ich so benötige, für mich ausführt.

Ein anderes Paar, berichtete mir, dass es ihnen besonders auffällt, wenn sie Leute auf der Straße besonders anschauen und augenscheinlich über sie Tuscheln, wenn sie sich Küssen. Das ist mir auch schon oft passiert, aber ich habe schon ein dickes Fell und aus diesem Grund macht es mir nichts aus.

Ein besonders liebes statement hat mir Tim (Name von Redaktion geändert) über seine Liebste gegeben "ich liebe meine Sophie sie ist meine Prinzessin. Sie ist ein Traum welchen jeden Aspekt der geistigen emotionalen und sexuellen Aspekten absolut perfekt für mich sind.„


(dieser Text ist online erschienen in der neuen Ausgabe der Nova:

https://www.nova-online.at/post/die-liebe-und-der-rollstuhl )

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