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  • Lidija

Großdemonstration am 06.03.2021 in Wien


Auf dem Heldentor stehen einige Beobachter und Polizei.

Die Veranstalter der Corona-Maßnahmen-Gegner planten für den 6. März eine Großdemonstration in Wien. Die Tageszeitung "Standard" berichtet auf ihrer Internetplattform, am 5. März folgendes,

Zitat Anfang: Für das Wochenende bereitet sich die Wiener Polizei vor allem für Samstag wieder auf Demonstrationen mit mehreren tausend Teilnehmern vor. Der Trend zeige zwar, dass der Zulauf abnehme, in den sozialen Netzwerken sehe man aber nach wie vor ein erhebliches Mobilisierungspotenzial, sagte Reinhard Schnakl, stellvertretender Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit im Innenministerium, am Freitag vor Journalisten. Zitat Ende.

Schnakl verwies auf eine Studie der Humboldt-Universität Berlin, die zeigte, dass das Infektions- geschehen ansteigen würde, wenn Demonstrationsteilnehmer mit Bussen einreisten. Aus diesem Grund würde die Polizei vermehrt nach Wien einfahrende Busse auf die Einhaltung der Covid-Maßnahmen kontrollieren und die Einhaltung der Regeln durchzusetzen. Die Leitmedien nennen die Teilnehmer dieser Kundgebungen gerne als, Maßnahmenkritiker, Corona-Leugner, Corona-Verharmloser, aber sie benutzen auch Ausdrücke wie Rechtsextreme und Esoteriker. Es sollen als Teilnehmer der Neonazi Küssel und die Identitäre Bewegung auch dieses Mal dabei sein. Die Aussagen, dass die Protestierenden es auf Regierungsgebäude abgesehen haben, kann ich nicht bestätigen. Ich bin auf Telegramm in vielen Gruppen und habe viele Aufrufe zur Teilnahme aber keinen zur Stürmung irgendeines Regierungsgebäudes gelesen. Die Organisatoren riefen über Social-Media Plattformen dazu auf, friedlich gegenüber der Polizei zu sein. Anscheinend ist es üblich geworden, dass die Polizei 12 Demonstrationen verbietet. Das war an diesem Tag auch der Fall. Am Ende wurden 3 Demonstrationen erlaubt.


Die erste sollte um 12 Uhr im Votivpark stattfinden. Die Kundgebung wurde von der „Autonomen Antifa Wien, Plattform Radikale Linke“ beantragt und von der Wiener Landespolizei bewilligt. Das Motto lautete "Fahrradfahren: Gemeinsam gegen Nazis, Staat und Kapital". Wir merken uns diese Kundgebung, denn im Laufe des Veranstaltungstages werden wir noch auf diese zu sprechen kommen. Um 13 Uhr riefen die Abgeordneten der FPÖ zu einer Kundgebung, auf dem Heldenplatz, auf. Auf der ersten Kundgebung, sprach Michael Steglitz, Dagmar Belakowitsch und Herbert Kickl. Die Abschlusskundgebung war für 15 Uhr im Prater vorgesehen. Ab 12 Uhr begannen die Teilnehmer sich zu versammeln. Um 13 Uhr war der Heldenplatz und der Maria-Theresia-Platz schon gut gefüllt. HC Strache ließ sich in der Menge sehen und alle Journalisten umringten ihn, als sei er die Sensation auf die sie gewartet haben. Die Polizei hat Absperrungen mit sogenannten "Hamburger Gitter" auf der Ringstraße aufgestellt und es durfte keiner mehr auf den Heldenplatz gelassen werden. Da die Menschen auf dem Weg zu einer angemeldeten Kundgebung waren, konnten die Polizisten diese nicht so einkesseln wie sie es von den letzten Male, gewohnt waren.


Jetzt kommen wir zu der Antifa. Diese haben Flugzettel auf der Ringstraße verteilt, in denen zu einem Mordaufruf auf Herbert Kickl aufgerufen wurde. Einige Demonstranten haben versucht die Absperrungen, der zunehmend aggressiver werdenden Polizei, zu entgehen und haben Seitengassen gewählt, um sich in Richtung Prater zu bewegen. Mittlerweile sind auch schon die Fahrradfahrer von der Antifa aufgekreuzt, um sich dem Demonstrationszug in den Weg zu stellen. Man versuchte auf diese einzureden, doch da keine Einsicht aufkam, wurde die Situation immer aggressiver. Diese Provokation konnte von der Wega in wenigen Minuten beendet werden. Der Weg war wieder frei. Mindestens drei Demonstrationszüge, mit mehreren tausend Menschen, ziehen durch die Stadt. Immer wieder kann man den Chor hören, welcher die Forderung stellt "Kurz muss weg"! Die Polizei läuft nur noch mit und versucht die Straßen abzusperren, die von der Menge in Anspruch genommen wird. Um 14:30 Uhr begrüßen Aktivisten aus Wien mit einem Großbanner alle Demoteilnehmer, die weit angereist sind um gemeinsam die Demokratie im Land einzufordern! Um ca. 15 Uhr kommen die ersten im Prater an. Auf der Praterallee versuchte die Polizei erfolglos einen Demonstrationszug aufzuhalten. Die Masse war in Bewegung und konnte nicht mehr friedlich gestoppt werden. Die Polizisten waren zwar aggressiv in ihrem Auftreten, doch wollten sie es zur rohen Gewalt nicht ausbrechen lassen. Die Polizei benutzte mehrmals Pfefferspray, um die Demonstranten auf Distanz zu halten.



Um 15:30 Uhr kommt es im Prater zu ersten gewaltbereiten Angriffen der Antifas auf Maßnahmen-Kritiker. Die Abschlusskundgebung musste um eineinhalb Stunden verschoben werden, da noch nicht alle Demonstranten angekommen sind. Auf der Jesuitenwiese im Prater fand die Großkundgebung der FPÖ statt. Herbert Kickl versprach den Organisatoren der Straßen-Bewegungen, dass es keine Wahlkampfveranstaltung sein wird und dass jeder auf der Bühne frei reden könne. Dieser Einladung kam, die sogenannte "Wutwirtin" Edith Brötzner, Alexander Ehrlich von "Honk for Hope" und Martin Kaser, nach. Edith Brötzner beschwor die Menschen sich von der Regierung nicht auseinanderdividieren zulassen, man müsse jetzt fest zusammen stehen und an einem Strang ziehen. Alexander Ehrlich, rechnete mit den Oppositionsparteien ab. Sie hätten das Volk im Stich gelassen. Erst noch vor ein paar Wochen, hätte er sich nie gedacht, dass er auf einer FPÖ-Bühne reden würde, sagte er in seiner Rede. Als nächster zu Wort kommt: Martin Kaser, Vater aus Österreich, prangert die Schultests in Österreich an. Er fordert: Gebt uns unsere Demokratie zurück!


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Als letzter Redner war Herbert Kickl vorgesehen. Die ganze Partei sei überwältigt von dem Zuspruch für diese Veranstaltung. Er hielt eine flammende Rede gegen die FFP2-Masken. Alle Gesellschaftsschichten ob Jung und Alt, setzen ein Zeichen für die Grundrechte und Demokratie. Die Regierung würde nur noch im Machtrausch sein. Sein letzter Appell richtet sich an die Politiker. „Sie haben der Bevölkerung zu dienen und nicht umgekehrt. Demut ist die Kategorie, nach der ihr Euer Handeln auszurichten habt“, so Kickl. Der Slogan "Kurz muss weg", kam auch öfters über seine Lippen. Die Leitmedien waren über diese Aussagen besonderes entsetzt. Kurz nach 17 Uhr wird die Kundgebung ordnungsgemäß vom Veranstalter beendet. Die Menschen, nehmen ihren Weg zurück zu ihren im ersten Bezirk geparkten Autos. So entsteht ein Spaziergangs-Zug. Auf dem Weg zurück, bringt die Polizei immer wieder Absperrungen an, damit die Masse sich nicht wieder in mehreren Bahnen, unkontrolliert bewegt. Das Medium salzburg24.at schrieb am Abend,


Zitat Anfang: Kickl nach Anti-Corona-Demo in Wien angezeigt. Nach APA-Informationen stehen auch Anzeigen gegen FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl und andere FPÖ-Politiker - wegen Verstoßes gegen die Abstands- und Maskenregel – im Raum. Zitat Ende.

Anscheinend befand die Polizei Kickls Rede als etwas Kriminelles und hat ihn auf freien Fuß angezeigt, aufgrund der Nichteinhaltung der Maskenpflicht und des Abstandshaltens. Es sollen über 3.000 Anzeigen gegen die Demonstranten gestellt worden sein. 15.000 Demonstranten sollen laut Pressemeldung der krone.at da gewesen sein. Es waren 1.500 Polizisten im Einsatz, auch sollen 2 Polizisten durch aggressive Demonstranten verletzt worden sein. Ich wette das es nicht einer von den friedlichen Anti-Corona-Massnahmen-Leuten gewesen ist. Es kam zu einem Vorfall, dazu schrieb Salzburg24.at,


Zitat Anfang: Am Donaukanal griff die Polizei massiv ein: Die teilweise aggressiven und Corona-Regeln überwiegend ignorierenden Demonstranten wurden eingekesselt und die Identitäten festgestellt. Die Stimmung war, hieß es, auch gegenüber der Polizei äußerst aggressiv. Am Abend fanden sich beim Donaukanal zahlreiche der - ursprünglich geplant 1.500 - Polizistinnen und Polizisten ein. Einige Demonstranten sollen ein Tor des "Wiener Städtische"-Gebäudes gegenüber dem Schottenring aufgebrochen und einen dort im Einsatz stehenden Sicherheitsmann verletzt haben. Zitat Ende.

Was sich auf dem Heimweg der Demonstrierenden abspielte, wird von der Austria Presse Agentur folgender Massen beschrieben,



Zitat Anfang: Wien (OTS) - FPÖ-Sicherheitssprecher NAbg. Hannes Amesbauer übte nach der abendlichen Eskalation gegen Besucher der gestrigen FPÖ-Kundgebung scharfe Kritik an der Polizeiführung. „Hier wurden hunderte Menschen bewusst in eine Falle gelockt, eingekesselt und dort sogar mit Pfefferspray attackiert“, so Amesbauer, der Innenminister Nehammer als Verantwortlichen für diese Eskalation benannte. „Offenbar waren seine Vorgaben hinsichtlich Anzeigen gegen friedliche Protest-Teilnehmer noch nicht erfüllt.“ Der FPÖ-Sicherheitssprecher kündigte eine parlamentarische Anfrage zu dieser völlig unnötigen Aktion am Ende eines durch und durch friedlichen Protesttags an.

Dass die Personen, die in der Unteren Donaustraße von der Polizei eingekesselt wurden, nun wegen der Teilnahme an einer verbotenen Versammlung angezeigt würden, sei geradezu absurd. „Es handelt sich um Menschen, welche am Heimweg von einer genehmigten FPÖ-Kundgebung waren. Dieser Heimweg wurde ihnen massiv erschwert, indem die Polizei ohne ersichtlichen Grund sämtliche Brücken über den Donaukanal gesperrt hat. Erst dadurch entstand wieder so etwas wie ein gemeinsamer Spaziergang. Ansonsten wären die Leute längst auseinander gegangen“, so Amesbauer. Es gebe mehrere Zeugen, darunter auch FPÖ-Abgeordnete, die bestätigen können, dass Polizisten, die an den gesperrten Brücken postiert waren, die Menschen genau dorthin geschickt hätten, wo sie anschließend eingekesselt wurden.
Genauso lächerlich seien die Anzeigen wegen Abstandsverletzung: „Wenn man die Menschen mit hunderten Polizisten einkesselt, dann ist ein Zwei-Meter-Abstand eben nicht mehr möglich“, so Amesbauer, der den angezeigten Personen empfiehlt, jedenfalls Einspruch zu erheben. Zitat Ende.


Wenn das nicht passiert wäre, würde ich sagen, dass es zwar vereinzelt zu Zwischenfällen kam, aber nichts großes vorgefallen ist. Als ganzes würde ich die Demonstration als friedlich bezeichnen. Obwohl ich schon am Vorabend mit anderem gerechnet hatte, weil die Anspannung besonders in den Sozialen-Medien sehr zu spüren war. Wie ihr wisst, kann ich das Haus aus gesundheitlichen Gründen nicht verlassen um Live von der Demo berichten zu können, daher sehe ich mir mehrere Livestreams gleichzeitig an. Ich benutze die Livestreams von: "Jakob Gunaker", "Manuel Müllner", "RTDeutsch", "Alexander Ehrlich" und "Anni und Martin". Ich danke diesen Leuten für ihre gute Arbeit. Auch möchte ich mich ganz herzlich bei meinen Fotografen bedanken, die mich mit druckfrischen Bildern aus der Mitte des Geschehens versorgen!

Quellennachweis:

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20210307_OTS0031/fpoe-amesbauer-abendliche-eskalation-des-protesttags-von-polizeifuehrung-bewusst-herbeigefuehrt

https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/anti-corona-demo-in-wien-anzeige-gegen-kickl-im-raum-100707094

https://www.derstandard.at/story/2000124712501/polizei-ruestet-sich-fuer-demo-wochenende

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