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  • Lidija

Impfungen -Teil 3- Wie die Impfungen in Wien bei der Hochrisikogruppe durchgeführt werden.


Copyright- David Bohmann PID

Über sozialen Medien bin ich mit vielen Menschen verbunden, die selbige Krankheit wie ich haben. Wir beraten uns quasi alle gegenseitig in einer Selbsthilfegruppe. Es war nicht einfach jemanden zu finden der mit mir über das Impfen sprechen wollte. Zu guter Letzt konnte ich zwei österreichische Herren, dazu bewegen mir einige Fragen zu beantworten. Der eine Herr ist Pro Impfen, der andere eher nicht. Ich möchte mich an dieser Stelle herzlich bedanken bei den zwei, von mir sehr geschätzten Personen. Mit einem davon bin ich sogar noch in die Schule gegangen und der andere hat mir in einer sehr schwierigen Lebenslage mit Rat und Tat weitergeholfen.


Erste Impfstrasse in Wien gestartet. Copyright C.Jobst PID

In Wien wird in der Messehalle (Stadtmitte) zur Impfung eingeladen. Hier kommt auch schon mein erster Einspruch. Auch wenn alle eine Maske tragen, aber wir wissen wie klein der Virus und wie mikroskopisch breit das Gewebe einer Maske, ist. Wenn sich die ausgeatmeten Aerosole aller in Wien lebenden Risikogruppe an einem Ort konzentrieren, wie gesundheitsförderlich das ist. Doch Mister Anonym 1, hat wohl stärkere Nerven als ich. Ich fragte ihn wie es ihm nach seiner Impfung gehe. "Ich fühl mich gut. Ich hatte am Abend nach der Impfung schon Nebenwirkungen, die nicht so angenehm waren. Aber das zeigt auch, dass mein Immunsystem arbeitet.", war seine Antwort. Darauf fragte ich welche Nebenwirkungen er hatte. Was er mir dann sagte, überraschte mich auf keinen Fall. "Ich hatte die Nebenwirkungen, die vorhersehbar waren: leichte Grippesymptome, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Müdigkeit. Nach 2 Tagen hab ich mich aber wieder ganz gesund gefühlt." Als nächstes, wollte ich wissen, ob er über die Risiken und Nebenwirkungen aufgeklärt wurde.


Copyright- David Bohmann PID

"Ich wurde im Vorfeld schriftlich über den Impfstoff, Risiken und Nebenwirkungen informiert. Ich musste auch einen Aufklärungs- und Dokumentationsbogen ausfüllen und unterschreiben. Vor Ort wurde auch noch ein Gespräch angeboten." im Gespräch fand ich noch heraus, dass der Herr in der Nacht, auf eine maschinelle Beatmung mit Raumluft angewiesen ist. Meine letzte Frage war, ob er Bedenken vor der Impfung hatte. "Nein, im Gegenteil, ich bin froh, dass ich so früh drangekommen bin. Ich denke, dass eine COVID-Erkrankung für mich ein viel höheres Risiko darstellt als das Risiko, welches eine Impfung mit sich bringt." Ich teile seine Angst, dass eine Covid-19 Erkrankung ein großes Risiko für unsere "Minderheit" darstellt. Zum ersten Mal in meinem Leben war ich sehr dankbar dafür, dass wir eine Minderheit sind. Er erzählte noch, bei ihm sei der Impfstoff von AstraZeneca verwendet wurden. Die nächste Dosis sei in 12 Wochen fällig. Ich bedanke mich recht herzlich bei der Person für seine Offenheit und Bereitschaft mit mir darüber zu reden.



Mein nächster Interviewpartner hat eine sogenannte Trachealkanüle, das ist ein Loch im Hals, in dem ein Plastikröhrchen steckt. Über diesen Schlauch wird er in der Nacht, mit einer Volumenkontrollierte Beatmung versorgt. Das bedeutet ihm wird Sauerstoff mit Druck in die Lunge gepumpt, bis sie voll ist, das Ausatmen geschieht von ganz allein und benötigt keine maschinelle Unterstützung. Ich war mir ziemlich sicher, dass er sich auch impfen lassen würde. Über seine Antwort war ich dann sehr überrascht. "Nein, ich wurde noch nicht geimpft und ich werde mich auch nicht so schnell Impfen lassen, solange es keinen guten Impfstoff gibt." Ich fragte ihn, wieso er denke, dass die momentanen Impfstoffe nicht gut wären. "Vom AstraZeneca-Präparat hört man, dass er viele Nebenwirkungen haben soll. Er soll auch nicht so lange wirksam sein, da verstehe ich nicht wieso ich mich damit impfen lassen sollte das lässt mich denken, dass er nicht wirklich geeignet ist." Am Ende unseres Gespräches, sagte er noch: "irgendwann müssen wir alle sterben und was dann die genaue Diagnose ist, ist auch schon egal!"

"Die Österreichische Muskelgesellschaft" ist ein Verein der sich für die Erforschung dieser Krankheit, einsetzt. Der ist der nationale Ansprechpartner, wenn es um die Frage geht, wie man einen Muskelschwund behandelt. Der Verein hat, Anfang des Jahres, eine Empfehlung herausgebracht über das Thema Covid-19-Impfung.


Zitat Anfang: Diese Impfstoffe wurden an gesunden Probanden (Testpersonen) ohne schwerwiegende Grunderkrankung getestet und zeigten bei diesen eine Wirksamkeit von über 90 %. Die Nebenwirkungen waren gering und bestanden aus Schmerzen an der Injektionsstelle, Fieber, Schüttelfrost und Muskelkater über Tage. Menschen mit einer neuromuskulären Erkrankung waren nicht in die Testprogramme eingebunden. Zitat Ende.

Copyright- David Bohmann PID

Es waren also keine Probanden dabei, die eine schwere Grunderkrankung hatten. Meine Antwort darauf wäre jetzt: Ich kann nicht beantwortet, ob die Impfung bei Muskelschwund geeignet oder eben nicht, ist. Doch schauen wir mal weiter was diese Herren uns Patienten empfehlen.


Zitat Anfang: Bei den Testphasen der aktuell in Österreich verfügbaren Impfstoffe waren die Nebenwirkungen mild und nur vorübergehend. Daher ist davon auszugehen, dass auch neuromuskuläre Patienten den Impfstoff gut vertragen. Zitat Ende.


Dann steht noch viel dort, dass wir priorisiert an die Impfstoffe kommen und dass Patienten die eine Heimbeatmung, oder eine Herzschwäche haben, zu der "Hochrisiko-Gruppe" gehören. Es sei anzunehmen, dass wenn die Krankheit, bei uns ausspricht, es einen sehr schweren Verlauf nehmen kann. Diese Tatsachen hätte ich jetzt auch gewünscht. Es ist mir jedoch zu wenig an Grundlagenforschung verhandeln komme ja selbst bei gesunden Menschen, wie es mit Spätfolgen aussieht.

Leider haben mir diese Recherchen nicht geholfen, mich für die Impfung zu entscheiden. Am liebsten würde ich noch etwas abwarten und die Sache beobachten. Auf jeden Fall werde ich mich weiter mit der dem Thema beschäftigen und euch über meine Einsichten auf dem Laufenden halten. Bis dahin wünsche ich euch eine schöne Zeit und alles Gute.


http://www.muskelforschung.at/muskelforschung/wp-content/uploads/2021/01/Antworten-OeMF-COVID-Impfung-final-per-12-01-2021.pdf

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