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  • Lidija

Oktober 2020 News Nachbesprechung

Hallo meine Lieben, heute möchte ich wieder mit euch ein paar Schlagzeilen aus der österreichischen, aber auch aus der ausländischen Presse besprechen. Ein Potpourri aus Informationen, erwarten euch. Ich fange gleich mit einer Nachricht an, die mich sehr bewegt hat.


Das bin ich vor dem Eingang zur Universitätsklinik AKH.
Das bin ich vor dem Eingang zur Universitätsklinik AKH.

Am 19.10. sagte Norbert Hofer (Partei FPÖ) in einer Pressekonferenz, dass schätzungsweise 80.000 Operationen verschoben wurden aufgrund der Corona-Maßnahmen. Die schlauen Köpfe in der Regierung hatten die Idee, damit es keine Knappheit an Spitalsbetten geben würde, würden alle Spitals Behandlungen, die nicht gerade zwingend notwendig waren, auf unbestimmte Zeit verschoben. Viele Menschen, die an Krebs erkrankt sind, kommen nicht zu benötigten medizinischen Maßnahmen. Da ist es nur verständlich, dass sich viele kranke Menschen nun Sorgen machen, denn diese Verschiebungen bleiben nicht ohne Folgen.

Viele Krankheitsbilder verschlechtern sich und es ist nicht abzusehen um wie viele Tage oder Wochen, sich Leben verkürzen durch die fehlenden medizinische Behandlungen. Die Plattform unsertirol24.com berichtete am 15.10. Dass ein Südtiroler Mädchen verstorben ist aufgrund genau dieser Thematik. Zu Beginn des Lockdowns wurde die kleine Matilda geboren, mit einem Herzdefekt. Schon nach ihrer Geburt war den Ärzten klar, dass das kleine Wesen bis zu seinem vierten Lebensmonat eine Operation am Herzen dringend benötigte. Doch die Operation wurde ständig verschoben, sodass das Kind, als es sechs Monate alt war, verstarb. An dieser Stelle möchte ich den Eltern mein tiefes Beileid aussprechen. Sie wird nicht das erste und ganz sicher nicht das letzte Opfer dieser Zustände sein. Ein wirklich sehr bedauerlicher Fall, der so nicht geschehen hätte dürfen!


Ein Pilotprojekt "der elektronischer Impfpass" startet Ende Oktober in Niederösterreich, Steiermark und Wien. Dieses Projekt muss sicherlich schon länger in Vorbereitung gewesen sein denn die rechtlichen Grundlagen dafür sollen komplett sein laut Anschober, das ist der österreichische Gesundheitsminister in der Grünen Partei. Da man die Corona - Impfung für 2021 erwartet, wurde dieser Testlauf vorgezogen. Man wolle die Anwendbarkeit, Funktionalität und die Akzeptanz in der Bevölkerung, erproben. In der Zukunft soll der elektronische Impfpass den Papierimpfpass ij Gänze ersetzen. Der Herr Gesundheitsminister wünscht sich eine hohe Toleranz und Teilnahme der Bürger, damit Ausbruchs- und Krisenmanagement verbessert werden können. Ja ja, das kann er sich lange erhoffen, ich persönlich zweifle an, dass sich viele Menschen dazu überreden lassen werden und ohne Zwang an so einem Projekt teilnehmen. Das ist ein Schritt weiter hin zum gläsernen Patienten!

In der Profil-Ausgabe vom 8. Oktober 2020 lässt man einen Herrn Dr. Rudolf Likar zu Wort kommen (das ist der Leiter der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin am Klinikum Klagenfurt) Zitat: "bei uns im Krankenhaus liegen derzeit 9 COVID Patienten 8 könnten wir sofort nach Hause schicken, weil sie eigentlich keine Spitalspflege mehr brauchen. Aber das geht nicht, weil sie daheim niemanden haben der sich kümmert z.b. Für Sie einkaufen geht. "

Liebe Freunde, ich frage mich, ob das vielleicht ein Versuch ist die Patientenzahlen in die Höhe zu halten, um der Bevölkerung damit zu suggerieren, dass wirklich viele Menschen im Spital bleiben müssen.



Auch ich habe in diesem Jahr einen Spitals Aufenthalt ausfallen lassen, weil diese Horrorgeschichten über Zustände in Spitälern, mich davon abgeschreckt haben. Ich benötige meine persönlichen Assistenten auch im Spital und ich wollte nicht, dass es da zu Problemen kommt. Das Problem bei mir ist es, dass Fachärzte die ich benötigen würde, selten Hausbesuche machen. Für nächste Woche habe ich mir eine Palliativmedizinerin eingeladen. Sie war die einzige in meiner Gegend, die einen Hausbesuch auf Krankenkassen-Rechnung macht. Doch inwieweit sie sich das zutraut, mir neue Medikamente zu verschreiben ist fraglich. Aber natürlich werde ich euch auch darüber, auf dem laufenden halten.

Und gerade heute 24.10. berichtete das ORF über das Impf-Chaos in Wien denn die SPÖ hat vor der Wahl eine Impfstoff Aktion geplant doch das scheint nicht ganz zu funktionieren. Anscheinend werden die Impfungen von der ma15 nicht schnell genug an die niedergelassen Ärzte verteilt. Viele Patienten sind auf Wartelisten seit Anfang Oktober und deren Termine werden abgesagt. Ich halte nicht viel von einer stadtweite Influenza-Impfung. Aus diesem Grund regt sich bei mir nur Schadenfreude.

Ich werde euch weiter, mit einem Monat Verspätung über die Ereignisse rund und um Corona auf dem laufenden halten. Bis dahin wünsche ich euch alles Gute!

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