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  • Lidija

Wieso tötet das Coronavirus und wieso ist Influenza quasi in ganz Europa ausgestorben?



Ich möchte die Frage stellen: Bemerken wir nur nichts mehr von der Influenza, weil daran niemand mehr richtig krank wird oder verstirbt? Denn was hätte ein Virus davon seine Wirten umzubringen?


So ähnlich dachte auch ein User im ORF Science Forum. Ein gewisser Christian M, stellte folgende Frage: Warum gibt es Viren, die Menschen töten? Man sagt doch, in der Natur geschieht nichts ohne Grund. Alles hat eine Ursache. Was ist aber für Viren der Vorteil daran, seinen Wirten zu töten? Mit dem Tod des Wirtes geht doch der eigene Tod für fast alle Viren einher, denn in einem toten Körper können sie nicht leben. Ein Virus, das den Wirtskörper nutzt, ohne ihm ernsthaft Schaden zuzufügen, wäre doch viel effektiver. Es könnte sich vermehren und andere Wirtskörper viel leichter übernehmen.


Christian Mandl, Virologe am klinischen Institut für Virologie an der MedUni Wien und Molekularbiologe an der tierärztlichen Hochschule Hannover, Georg Herrler antworten darauf (die Antworten habe ich zusammengefasst, der Link zum Originaltext, findet ihr unten in den Quellennachweisen.):


Zitat Anfang: Viele Wissenschaftler betrachten Viren als Zellparasiten, die nicht getötet, sondern nur an ihre Vermehrung gehindert werden können. Der Grund dafür ist, dass Viren ganz charakteristische Merkmale wie beispielsweise ein eigener Stoffwechsel oder ein eigenes Proteinsynthesesystem fehlen, um sie als eigene Lebewesen bezeichnen zu können. Im Normalfall sorgt allerdings eine ständige gegenseitige Anpassung dafür, dass der Erregervirus seinen Wirt als Existenzgrundlage durch die ausgelösten Krankheiten möglichst nicht zu sehr schädigen oder gar tötet. Für Viren ist das Überleben des Wirtsorganismus das eigentliche Idealziel, tödliche Erkrankungen beim Wirt sind vielmehr Zeichen für fehlende Balance in der Anpassung und in der Regel nicht das primäre Ziel. Wenn allerdings die Todesrate bei Menschen beispielsweise durch Ebolaviren extrem hoch ist, dann weist das darauf hin, dass die jeweiligen Viren noch nicht auf den Menschen abgestimmt sind. Das bedeutet, dass der Mensch für solche Erreger nicht der sogenannte Hauptwirt ist, sondern lediglich eine Art Zwischenstufe bei der weiteren Übertragung darstellt. Bei nicht ideale Anpassung stirbt also der Wirt im schlechtesten Fall, was allerdings speziell beim Menschen eine schlechte Überlebensstrategie für das Virus darstellt. Zitat Ende.

Seit letztem Jahr grassiert im Internet die Verschwörungstheorie, dass die Influenza-Viren endlich besiegt seien. In der Saison 20/21 erscheinen im keinen Sentinel-Laborproben die jahrzehntelang bekannten Influenza-A und Influenza-B Viren. Ich persönlich glaube nicht, dass das geschehen konnte. Wie sagten die zwei Wissenschaftler beim ORF: Viren kann man nicht umbringen, man kann sie nur an ihrer Verbreitung hindern. Ich möchte euch meine Theorie erzählen und ich bin mir sicher, dass viele Wissenschaftler und Ärzte der Schwurbler-Gemeinde, diese auch vertreten. Damit reihe ich mich in die Reihen derer, die momentan nicht ernst genommen werden von den Corona- Maßnahmen-Befürwortern und bin sogar stolz darauf. Es ist ein illustrer Kreis!


Meine Theorie lautet: Diese Viren Leben schon so lange mit der Menschheit, dass sie sich so angepasst haben, dass an ihnen nicht mehr viele Leute erkranken und zum Arzt gehen. Auf ots.at, war am 29. Januar 2021 folgendes zu lesen, Zitat Anfang: Die Grippe hat in den vergangenen Jahrzehnten in Österreich im Durchschnitt jedes Jahr 100.000 Erkrankungen und tausende Todesfälle verursacht. Am schlimmsten war in unserem Land die Grippesaison 16/17 mit 4.400 Influenza assoziierten Todesfällen, 17/18 waren es 2.900 Grippetote, 18/19 1.400 und 19/20 834. Zitate Ende.

Bei der Influenza machen wir es nicht wie bei den Coronaviren. Niemals wären wir auf die Idee gekommen die Influenza bei nicht erkrankten Personen zu suchen. Nicht erkrankt hat jetzt einen neuen Namen, man sagt asymptomatisch. Wer weiß schon, wie viele der Coronaverstorbenen eigentlich an der Influenza verstorben sind. Ich kann mich an Jahre erinnern, in denen die Influenza ganze Stationen in Krankenhäusern gestapelt voll machten. Ich habe sogar Betten auf dem Gang, erlebt. Was ich damit sagen will? Die Influenza ist sicherlich unter uns, nur ist der Fokus auf andere Sachen gerichtet. Das letzte Mal hat mich die Influenza 2018 umgehauen, sodass ich in den Spital musste. In diesem Jahr war sie sehr stark und darüber wird auch jetzt oft gesprochen. Die deutsche Apotheker Zeitung schrieb,


Zitat Anfang: Wie viele Menschen starben im letzten Jahr an Grippe? Im Vergleich zum Vorjahr verlief der vergangene Grippewinter recht Mild: denn 17/18 war mit zwei 25.100 Todesfällen durch Influenza die schlimmste Grippesaison seit 30 Jahren. Zitat Ende.

Sie haben ein Statement des österreichischen Gesundheitsministers auf einer Pressekonferenz eingefangen.

Zitat Anfang: Durch die gesetzlichen Maßnahmen gegen Covid-19 ist es uns erstmalig gelungen, die Grippewelle in unserem Land bislang vollständig zu unterbinden. Österreich erspart sich dadurch nicht nur viel Leid, sondern auch hohe Kosten und vor allem hunderte Todesfälle. Mein großer Dank gilt der österreichischen Bevölkerung, die sich konsequent an die Schutz- und Hygiene-Maßnahmen zur Eindämmung von Covid-19 und der Virus Mutationen hält. Zitate Ende.

Anschober@BKA Sozialministerium.at

Wenn es so wäre, wie der Gesundheitsminister sagt müssten da nicht auch die Corona-Infizierten weniger werden? Die Wahrheit wird irgendwo in der Mitte zu finden sein. Wir kennen das von unseren Kindern. Wenn sie aus dem Kindergarten oder der Schule nach Hause kommen, dann rinnt die Nase. Das Kind wird quengelig, vielleicht bekommt es auch ein wenig Fieber, aber nichts Lebensgefährliches. Das Kind hat ohne es zu ahnen seine Familie angesteckt und diese gehen dann ihrem Tagewerk nach, benutzen die Verkehrsmittel. In der Bahn passiert dann das unausweichliche, der infizierte tut einen gewaltigen Nieser und schon haben sich viele Viren, in einem Aerosol im ganzen Innenraum verteilt. Ganz vereinfacht erklärt ist das die normale Ansteckungsmöglichkeit.

Wenn man das so betrachtet, hilft die Maske vielleicht doch ein wenig. Als ich noch im Herbst und Winter das Haus verlassen habe, hätte ich mir öfters gewünscht mit einer OP-Maske das Haus zu verlassen und ein paar Mal habe ich das dann auch gemacht, aber die blöden Blicke in der U-Bahn waren mir dann zu viel. Die Blicke gaben mir das Gefühl als hätte ich irgend eine hochansteckende Krankheit.

Jetzt gehört das zum guten Ton, aber ich würde es gar nicht bis zur U-Bahn schaffen denn auf dem Weg dahin, würde ich erfrieren. In meinem Zimmer ist es gerade 27,8 Grad, wenn es 27 Grad sind, kommt es mir schon sehr kalt vor. Wenn man keine Muskeln hat produziert der Körper keine eigene Körperwärme mehr das ist ein normaler Vorgang bei meiner Grunderkrankung. Lange Rede kurzer Sinn, meiner Meinung nach haben sich die Influenzaviren so an den Menschen angepasst das er seinen Wirten nur sehr leicht erkranken lässt. Hierzu möchte ich noch das Zentrum für Virologie der MedUni Wien zitieren. Zitat Anfang: in dieser Woche konnte erstmals eine Sentinelprobe positiv auf Influenza getestet werden. Es konnte ein Influenza B Stamm der Victoria Linie (dem Impfstoff entsprechend) nachgewiesen werden. Das ist in dieser Saison der erste sporadische Fall in Österreich. Zitat Ende.

Quellennachweis:

https://www.virologie.meduniwien.ac.at/wissenschaft-forschung/virus-epidemiologie/influenza-projekt-diagnostisches-influenzanetzwerk-oesterreich-dinoe/aktuelle-saison-20202021/

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2019/10/04-10-2019/mild-oder-schlimm-wie-war-die-letzte-grippesaison

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20210129_OTS0091/anschober-erstmals-seit-jahrzehnten-keine-grippefaelle-in-oesterreich

https://sciencev1.orf.at/ays/142147.html

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